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Philippe Starck studierte an der École Camondo in Paris. 1965 gewann er den Möbelwettbewerb „La Vilette“ und gründete 1968 eine Firma für aufblasbare Objekte. 1971/72 wurde er künstlerischer Leiter im Studio Pierre Cardin. Ab 1976 entwarf er für zwei Nachtclubs erstmals die Inneneinrichtung und gründete schließlich 1980 die Firma „Starck Products“.
Einen Karriereschub erfuhr Philippe Starck, als er 1982 die Privaträume des damaligen Staatspräsidenten François Mitterrand im Élysée-Palast gestaltete. Sein Aufstieg setzte sich fort, und er wurde zum gefeierten Stardesigner der 1980er, vor allem in den USA und in Japan. Die Inneneinrichtung für das Café Costes in Paris (1984, geschlossen 1994) wurde weltberühmt.
Philippe Starck versucht nicht, mit seinen Werken zu provozieren. Er entwirft vor allem verkäufliche Produkte, die im Vergleich mit anderen Designern auch preiswert sind. Er verwendet vor allem organische Formen und Stromlinienformen für seine Werke und kombiniert gerne ungewöhnliche Materialien (zum Beispiel Plüsch und Chrom). In seinen Büchern und Katalogen nutzt er sein Fotoporträt gerne als Werbeträger und hat nichts dagegen, selbst als ein Objekt zu erscheinen.
Einer der bekanntesten Produktentwürfe ist die einteilige, raketenförmige Zitronenpresse Juicy Salif (1990) aus Aluminium für den italienischen Hersteller Alessi. Sie wurde international beachtet und schnell mit Begriffen wie „Designklassiker“ belegt. Im Vordergrund standen dabei nicht die funktionalen Qualitäten als Zitronenpresse: Die spitzen Füße bohren sich in die Arbeitsplatte und es gibt kein Sieb, um die Kerne aufzufangen.
Weitere bekannte Werke sind das Motorrad Motó 6.5 des Herstellers Aprilia, Armaturen- und Brausenkollektionen für Axor, die Designermarke der Hansgrohe AG, Starck Eyes-Brillen von Alain Mikli, eine Schuhkollektion mit dem Sportartikelhersteller Puma, Sanitärkeramik bei Duravit und Badewannen bei Hoesch, der Sessel/das Sofa Bubble Club sowie die Sessel Louis Ghost bei Kartell, Lampen bei FLOS oder eine Computermaus für Microsoft, die für Links- wie auch Rechtshänder geeignet ist. 2008 präsentierte er eine Windmühle und eine modulare Duschkollektion auf der Internationalen Möbelmesse in Mailand. Die Motoryacht A wurde 2008 von Starck entworfen. Zusätzlich designte Starck die Kopfhörer des französischen Herstellers Parrot. Die Parrot Zik.
Nach eigener Aussage ist sein Designprinzip das Prinzip der Reduktion, oder „Ethik des Weglassens“, so vermeidet er jedes unnötige Dekor.

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