94665580561Grauer Star oder Katarakt

Die Katarakt oder grauer Star bezeichnet eine Trübung der Augenlinse. Betrachtet man Menschen, die an einer fortgeschrittenen Katarakt erkrankt sind, kann man die graue Färbung hinter der Pupille erkennen, woher sich die Bezeichnung grauer Star ableitet. Die getrübte Linse kann operativ durch ein künstliches Linsenimplantat ersetzt werden.

typische Symptome des grauen Stares

Schleiersehen, Doppelbilder, Kontrastverlust, der das Sehen in der Dämmerung oder bei Dunkelheit erheblich erschwert, eine „an Farben ärmere Welt“, vermehrtes Blendungsempfinden, Lichtschein um Objekte, verringerte Hell-Dunkel-Anpassung, Einschränkung des räumlichen Sehens, Sehverschlechterung in der Nähe, zum Beispiel beim Lesen, aber auch in der Ferne.
Was wann überwiegt, hängt vom Stadium der Linsentrübung ab, teilweise auch davon, welche Bereiche der Linse betroffen sind. Die Operation des Grauen Star ist heute ein Routineeingriff, der oft ambulant erfolgt.

Eingriff ein Leben lang möglich

Ein „Hauch von Schleier“ ist eigentlich noch kein Anlass, um sich operieren zu lassen. Ebenso ist aber auch hohes Alter kein Grund, sich nicht (mehr) operieren zu lassen. Ärzte haben mit diesem häufigsten Eingriff in Deutschland – jährlich über 700 000-mal – sehr viel Erfahrung. Auch weltweit steht er an erster Stelle aller Operationen. Er ist ein Leben lang möglich. Bei 90 bis 95 Prozent der Betroffenen bessert sich das Sehvermögen nach dem Eingriff deutlich, insbesondere dann, wenn das Auge nicht anderweitig erkrankt ist.
Neueste Untersuchungen haben ergeben, dass frühzeitige Katarakt-Operationen Jahre später vermehrt zu Makuladegeneration (AMD) führen kann, da die Netzhaut des Auges nur mehr unzureichend vor UV-Strahlung geschützt ist. Deshalb ist es empfehlenswert, das man so lange wie möglich mit einer Operation wartet, bis der „persönliche Leidensdruck“ hoch genug ist.